2022 Haydn/Vivaldi «Die Jahreszeiten», Goetheanum Dornach, Foto: Hans Zwicky

Über uns

Lerne uns kennen

Jedes Jahr führt der Studienchor Leimental ein grosses Werk der klassischen Musik gemeinsam mit einem professionellen Orchester und renommierten Solisten in grossen Konzertsälen auf. Die Freude am Chorsingen verbindet die rund 100 Sängerinnen und Sänger und mit ihrer Musik erfreuen und berühren sie das Publikum.

Regelmässig lädt der Chor zu offenem Singen und zu gemeinsamen Musikprojekten mit Kindern und Jugendlichen ein. Damit trägt er kulturelle Impulse und die Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren in die Region Basel. Im Jahr 2028 wird der Chor sein 40-jähriges Jubiläum mit verschiedenen Aktivitäten feiern. Das Buch „Mein‘ Stimme klinge“ zum 30-jährigen Jubiläum kann zum Selbstkostenpreis über die Chormitglieder bezogen werden.

Seit über 20 Jahren prägt und führt der Sänger und Dirigent Sebastian Goll, Dozent für Gesang und Vokalensemble an der Schola Cantorum Basiliensis FHNW, als künstlerischer Leiter den 1988 in Therwil gegründeten Studienchor Leimental.

Der Name Studienchor Leimental bedeutet, dass wir uns inhaltlich und musikalisch vertieft mit den Werken befassen, so dass musikalisch wertvolle, berührende und nachklingende Konzerte entstehen können.

Musikalische Höhepunkte

Aufführungen mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms und Giuseppe Verdi zählen zu den musikalischen Höhepunkten. Genauso begeistert war das Publikum über den Ausflug in die Welt der Oper mit «Olé – Carmen trifft La Traviata» oder über selten aufgeführte Werke wie den Psalm «An Babels Strömen sassen wir da und weinten» von Friedrich Theodor Fröhlich (Erstaufführung) oder das «Halleluja der Schöpfung» von Friedrich Ludwig Aemilius Kunzen. Ferner sang der Studienchor Hans Feigenwinters Komposition «Himmel und Erde» als Uraufführung sowie zwei Wiederaufführungen der «Mariasteinmesse» (1937) des Basler Musiker Henri Brunner.

Jugendförderung

Der Studienchor Leimental initiiert immer wieder musikpädagogische Projekte, um Kindern und Jugendlichen Begegnungen mit klassischer Musik zu ermöglichen. Dabei lädt er Schulklassen und Jugendchöre aus der Region ein, aktiv bei einem Konzert auf der Bühne oder bei extra konzipierten Schülerkonzerten mitzusingen – beispielsweise bei der «Matthäus-Passion», dem «Elias», dem «Messiah» oder den «Jahreszeiten». Oder sie lernen beim «Verdi-Requiem» altersgerecht das Werk und die Musikinstrumente kennen.

Chorgemeinschaft und Reisen

Eine gute Gemeinschaft ist das zentrale Element unseres gemeinsamen Chorlebens. Neben den obligatorischen wöchentlichen Proben finden regelmässig Probensamstage oder Probenwochenenden statt. In einer intensiven, fröhlichen Atmosphäre werden die Werke vertiefend eingeübt. Den Sängerinnen und Sängern werden regelmässig Einzelstimmbildung angeboten. Damit erhalten die Chormitglieder stimmtechnische Impulse für die individuelle Fortentwicklung.

Der Studienchor Leimental unternimmt regelmässig Chor- oder Konzertreisen ins Ausland. Auftritte fanden zum Beispiel zu St. Sebald in Nürnberg, im Dom Speyer oder 2025 im Dom Salzburg statt. Die Chorreisen dienen dazu, sich noch intensiver mit den musikalischen Werken, ihrem Entstehen und den Komponisten vertraut zu machen. So reiste der Chor auf den Spuren von Bach (Thüringen und Sachsen), Verdi (Italien) und Mozart (Salzburg).

Studienchor Plus

Seit 2026 können Interessierte, die noch wenig Chorerfahrung haben oder denen die Zeit für die anspruchsvolle Erarbeitung eines ganzen Werkes (noch) fehlt, einfacher einsteigen und mitsingen. Der Studienchor Plus trifft sich alle 14 Tage für eine einstündige Probe mit ausgewählten Stücken aus dem Werk, das der Chor gerade einübt. Dies gibt die Gelegenheit, mit weniger Aufwand zu singen, zu lernen und auch die Chorgemeinschaft kennenzulernen.

Sebastian Goll

studierte Gesang bei Hildemarie Keim (Stuttgart), bei Kurt Widmer (Basel) und bei Bodil Gümoes  (Kopenhagen) sowie Sprecherziehung und Dirigieren. Sein künstlerisches Aufbaustudium für Gesang absolvierte er an der Schola Cantorum Basiliensis; später fügte er das Studium der kirchenmusikalischen Fächer an der Zürcher Hochschule der Künste an, welches er mit Auszeichnung abschloss. Des Weiteren besuchte er Meisterkurse bei Margreet Honig, Roland Hermann und René Jacobs. 

 

Sebastian Goll unterrichtet Gesang an der Schola Cantorum Basiliensis sowie an der Hochschule für Musik Basel. Ausserdem ist er Dozent für Gesangsmethodik und -didaktik.

 

Als Konzertsänger hat er sich im In- und Ausland einen Namen gemacht. Er arbeitete mit Dirigenten wie Michel Corboz, Hans Martin Linde, Anthony Rooley sowie Jordi Savall zusammen. Sebastian Goll kann auf zahlreiche Rundfunkaufnahmen zurückblicken. 

 

Aber auch auf der Bühne ist Sebastian Goll zu Hause: Ob mit Bachs „Kaffeekantate“, Telemanns „Pimpinone“ oder „Der Schulmeister“, Pergolesis „La serva padrona“, Haydns „Apotheker“, Florian Gassmanns „L’opera seria“, Niccolò Piccinis „La buona figliola“ bis zu Bernsteins „West Side Story“ in Stuttgart und Orffs „Carmina Burana“ mit einer Tournee durch Spanien. Als letztes feierte Sebastian Goll grosse Erfolge bei den Opernaufführungen von Mozarts „Zauberflöte“ auf Schloss Wildenstein und Schloss Bottmingen. So schrieb die Basler Zeitung „Sowohl schauspielerisch als auch musikalisch herausragend gab Sebastian Goll den unbekümmerten Vogelfänger Papageno“.

 

Seine Ausbildung zum Dirigenten vervollkommnete Sebastian Goll durch Studien bei Hans Michael Beuerle, Sylvain Cambreling, Eric Ericson, Christian Kluttig, Helmuth Rilling und Wolfgang Schäfer. Durch den engen Kontakt zur Schola Cantorum Basiliensis hat Sebastian Goll die historisch informierte Aufführungspraxis zur Grundlage seiner dirigentischen Tätigkeit gemacht.

 

Von 2002–2011 war Sebastian Goll Dirigent des preisgekrönten Frauenstimmenensembles „Voices“ der Musikschule Münchenstein. Während 20 Jahren war er zudem künstlerischer Leiter der „Basler Vokalsolisten“, einem professionellen Vokalensemble.

 

Gründer und Künstlerischer Leiter

 

Sebastian Goll, Künstlerischer Leiter des Studienchors Leimental seit 2004 und Max Ziegler, Gründer und Ehrendirigent, Dirigent von 1988 bis 2004.

---- Christian Burri, Sebastian Goll und Gabriele Stutz-Kilcher (v.l.n.r) ---- Foto: Hans Peter Rudin

Präsidium

seit 2026 ist Christian Burri  Präsident des Studienchors Leimental. Er tritt die Nachfolge von Gabriele Stutz-Kilcher an.

«Mein‘ Stimme klinge, mein‘ Zunge singe…» …lautet der Anfang des Liedes, dessen Text und Melodie Valentin Rathgeber 1733 geschrieben hat.

 

„Mein‘ Stimme klinge“ lautet auch das Buch, das zum dreissigjährigen Jubiläum des Studienchors Leimental erschienen ist. Das Buch handelt in grundsätzlichen Beiträgen vom Wesen und Sinn der Chormusik in unserer Zeit und schildert die bisherige Geschichte des Studienchors Leimental. In den 30 Jahren seines Bestehens hat dieser unter den beiden künstlerischen Leitern Max Ziegler und Sebastian Goll nicht nur verschiedenste Werke aus dem reichen musikalischen Welterbe aufgeführt, sondern auch immer wieder massgebliche Impulse kultureller und musikpädagogischer Art in die Region getragen. Uraufführungen, Erstaufführungen, Wiederentdeckungen, Mitsingprojekte und Schulkonzerte bestimmten das öffentliche Wirken.

 

„Mein‘ Stimme klinge“ zeigt nicht zuletzt auf, wie viel Arbeit für das erfolgreiche Gedeihen des Studienchors zu einem der grössten Konzertchöre der Region notwendig war.

 

„Mein‘ Stimme klinge“ kann zum Selbstkostenpreis von 10 Franken über die Chormitglieder oder direkt bei Urs Berger (urs_berger@gmx.ch / 061 721 60 41) bezogen werden.